Chronik
Wie alles begann
"Es ist notwendig, dass wir das ganze Leben hindurch in der Lage sind, auf unser Kindesschulalter als etwas Paradiesisches zurückzublicken. Nicht deshalb, weil wir etwa da nur Freudiges erlebt haben . . . und dennoch kann das Zurückerinnern an das Kindesleben eine Quelle von Belebung sein, wenn wenigstens von der ein oder anderen Seite her wir im Kindesalter die Möglichkeit empfangen haben, ein Verhältnis zur Welt zu gewinnen."
Rudolf Steiner
2002 bis 2008
Kreativwerkstatt Dreiklang bei Fam. Lochmann in Wolkersdorf (Gründungsinitiative von Fr. Helga Lochmann, Fr. Sabine Galli, Fr. Gisela Kratky. Mitarbeit von Fr. Tanja Haselmaier April 2004 bis August 2006).Um Heranwachsenden einen Raum zu bieten, wo sie ihrer Entwicklung gemäß (Um-)Welt begreifen, erfahren und erforschen dürfen, wurde diese Initiative ins Leben gerufen.
Einmal in der Woche (2 bis 3 Stunden) wurde auf Grundlage der Waldorfpädagogik mit den Heranwachsenden (Kinder zwischen 5 und 14 Jahren) an Projekten gearbeitet, die sie bei ihrer Entwicklung unterstützen sollten.
Die Projekte entstanden einerseits unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklung der Kinder, sowie auch unter Berücksichtigung des Jahreskreislaufs. Einige Projekte seien hier angeführt:
- Erarbeitung heimischer Bäume durch Kunst (Malen, Ytongbearbeitung).
- Specksteinbearbeitung - eine Auseinandersetzung mit Material und Künstler.
- Theaterprojekt (das Tannenbäumchen).
- Rußbachprojekt (in 4 halbtägigen Wanderungen wurde das Wasser im Zusammenspiel mit der Jahreszeit und der Umgebung beobachtet). Danach wurde von jedem Kind (aus der individuellen Vorstellung heraus) ein Landschaftsteil zu einem Tonrelief geformt und mit Pappmaché zu einer bleibenden Erinnerung.
- Brückenbauprojekt (zusammen mit Eltern und Kindern).
- Projekt Nachbarland. In freier literarischer Erzählung erkundeten wir ein Land. Wer siedelte sich dort an? Was könnte der Grund gewesen sein? Wie lebendig können Landeindrücke bleiben? Was ist das Besondere an diesem Land?
- Besuch einer Glaswerkstatt im Waldviertel mit Glasblasen.
- Holzbearbeitung (Rührtrommel; Balance-Brett; Schlüsselbrett)
- Erarbeitung (Puppen- und Bühnenbau, Requisiten) eines Marionettentheaterstückes (Wunschpunsch von Michael Ende) mit drei öffentl. Aufführungen.
- Leonardo da Vinci und seine Zeit.
- Mittelalter
- Drei Sommerwanderungen (2005 bis 2007). Gesäuse; Ötschergräben; Bärenschützklamm.
"Wissen - das sind nicht allein die Bücher, das ist nicht mal nur der Kopf, es sind auch die Hände . . ."
Janusz Korczak
2006 bis 2007
Wöchentliche Zusammenkunft engagierter Menschen, die eine Waldorfschule in der Weinviertler Region wünschen.Pädagogische Vorträge im Schloss und in der Raiffeisenkasse Wolkersdorf.
Für die Vorträge konnte der erfahrene Waldorfpädagoge, Dozent und Begründer des "Zentrums für Kultur und Pädagogik" Herr Tobias Richter gewonnen werden. Die Themen waren:
- "Sind unsere Kinder für die Zukunft gerüstet?" (8.9.05)
- "Lernen Kinder mit dem Kopf? Eine mögliche Antwort auf PISA" (16.3.06)
- "Bildung braucht Vielfalt. Welche Möglichkeiten eröffnet die Waldorfschule" (24.10.06)
Das Bedürfnis die Kreativwerkstatt als Schulform fortzuführen festigte sich.
Schuljahr 2007/08
Beginn des häuslichen Unterrichts mit 2 Kindern in den Privaträumen der Fa. Lochmann. Andrea Pachta stellte sich mutig und mit vollem Einsatz als Klassen-Lehrerin zur Verfügung. Unterstützend agierten Fr. Lochmann, Fr. Rheindtova, Fr. Männersdorfer, Fr. Schaffer, Fr. Kollewijn und Fr. Galli.Weitere Vorträge in der Raiffeisenkasse Wolkersdorf:
Über das "Das religiöse Element in der Waldorfpädagogik" (24.1.08) referierte Dr. theol. Carlo Willmann<, der als Dozent des Masterstudiums "Waldorfpädagogik" an der Donauuniversität tätig ist.
"Waldorfschule am Prüfstand" (25.2.08) war das Thema von Univ. Prof. Dr. Karl Garnitschnig.
Für einen weiteren Vortrag mit dem Thema "In die Schule geh ich gern - Gedanken zur Schulgesundheit" (17.4.08) stellte die Wolkersdorfer Gemeindeärztin Dr. med. Doris Schwarzenberger ihr Wissen und ihre Zeit zur Verfügung.
Schuljahr 2008/09
Fortführung des häuslichen Unterrichts mit 6 Kindern.Ab November Übersiedlung nach Unterolberndorf in die Villa der Hedwigschwestern.
Ein weiterer Vortrag in der Raiffeisenkasse Wolkersdorf:
Herr Günter Schlicker, ein erfahrener Waldorfpädagoge von der Wiener Rudolf Steiner-Schule Pötzleinsdorf und gelernter Programmierer, bearbeitete das Thema "Medien und Kinder" (17.2.09).
Schuljahr 2009/10
Anerkennung als Privatschule. Schülerzahl 16 Kinder.Chronik im Zeitraffer
- 13.05.2006 Erstes Treffen für eine "Schule neu"
- April 2008 erste Gespräche mit DI Wilfried Haertl, DI Stefan Haertl und Mag. Otto Straka von "Heimat Österreich" über die zukünftige Unterbringung der Schule im Kloster in Unterolberndorf
- 12.06.2008 Gründung des Trägervereins "Waldorfschulverein Dreiklang", Obfrau Sabine Galli
- 12.01.2009 Antrag auf Umwidmung der Klostervilla als Schulgebäude
- 16.02.2009 Klostervilla wird im Gemeinderat umgewidmet
- 23.02.2009 Anzeige zur Errichtung einer Privatschule beim Landesschulrat von Niederösterreich sowie Antrag auf Genehmigung des Organisationsstatuts der Waldorfschule Dreiklang
- 05.03.2009 Die Klostervilla ist Schulgebäude
- 09.03.2009 Mit Bescheid des Landesschulrates sind wir ab dem Schuljahr 2009/10 Privatschule
- 30.04.2009 Neue Obfrau des Waldorfschulvereins wird Beate Kainz
- 2.07.2009 Bescheid des Landesschulrates über Genehmigung des Organisationsstatuts der Waldorfschule Dreiklang
- Juli 2009 Einreichung um Öffentlichkeitsrecht
- März 2010 Neue Obfrau des Waldorfschulvereins wird Dagmar Lanscha
- August 2010 Neue Obfrau des Waldorfschulvereins wird Mag. Jana Rheindtovà